Dorferneuerung – ICH MACH MIT!!!

Dorferneuerung ist toll, sie ist kreativ, lustig, verrückt und das Beste daran: Sie ist ich und ich bin sie. Anders ausgedrückt: Dorferneuerung ist das, was ich daraus mache.

Dorferneuerung – was ist das eigentlich?

Wird da etwa das Dorf neu aufgebaut? Weg mit den alten Häusern und dafür etwas Neues hin? Oder schlimmer noch? Weg mit Traditionen, die ersetzt werden durch einen kurzlebigen Zeitgeist und Oberflächlichkeiten?

Bei der Dorferneuerung wird weder mit Traditionen gebrochen noch werden Häuser abgerissen, jedenfalls keine, die es nicht nötig haben. Die Dorfentwicklung soll nichts weiter sein als eine…Entwicklung! Hammersbach hat sich seit seinem Bestehen stetig weiter entwickelt. Mal positiv, mal negativ. Damit die Gemeinde Hammersbach aber weiterhin mit anderen Gemeinden „mithalten“ kann und vor allem für die Bürger auch in Zukunft ein attraktiver Ort zum Leben ist, muss diese Entwicklung weiter vorangehen. Das Schöne ist, dass es dafür nun ein eigenes Programm gibt, was nichts weiter heißt als: GELD! Ohne Moos nichts los. Schon ABBA sang „Money, money, money“ und das gilt auch für Hammersbach. Jetzt hat Hammersbach die Chance, sich in sämtlichen Richtungen weiter zu entwickeln und dafür noch relativ einfach die finanziellen Mittel bereitgestellt zu bekommen.

Der Haken an der Sache?

Ohne die Bürger geht es nicht!

Es wäre ein einfache zu sagen, lasst mal die Gemeinde machen. Sollen die sich mal was ausdenken, die Mittel bereitstellen bzw. abzwacken und wir (die Bürger) setzen sich dann ins gemachte Nest. Doch da wir alle ein Fan von Demokratie und Mitentscheidungen sind, wäre dieser Weg der Falsche, ja sogar das Schlimmste, was uns Hammersbachern passieren könnte! Regen wir uns nicht ständig über irgendwelche Entscheidungen von Schlipsträgern, Pardon, Politikern auf, die sie über unsere Köpfe hinweg tätigen? Genau das tun wir, immer und immer wieder.

Bei der Dorfentwicklung treffen WIR die Entscheidungen mit! Natürlich können wir nicht überall „mitmischen“ und bei vielen Dingen hängen bürokratische Rattenschwänze dran, die wohl überlegt abgearbeitet werden müssen. Wir als Bürger können zu 95 % keine Anträge für Finanzierungen bei zuständigen Behörden stellen, wenn es um die Dorfentwicklung geht. Das können wir nur, wenn es unser eigene Hab und Gut betrifft oder Kredite für ein Gewerbe. Den Rest muss irgendwie die Gemeinde mit den entsprechenden Institutionen auf die Beine stellen. Damit die Gemeinde aber was zum „auf die Beine stellen“ hat, braucht sie einen Anhaltspunkt.

Was fehlt in Hammersbach? Wie kann Hammersbach attraktiver gestaltet werden? Für wen soll es attraktiver gestaltet werden?

Und da kommen WIR ins Spiel! Was wollen wir? Brauchen wir zum Beispiel ein Jugendzentrum, um unseren Kindern einen Ort anzubieten, an dem sie sich nicht langweilen? Denken nur die Erwachsenen, dass die Jugendlichen einen solchen Ort brauchen oder auch die Jugendlichen selbst? Würden sie einen solchen Ort überhaupt regelmäßig nutzen (Thema Investition eines solchen Ortes).

Braucht Hammersbach einen speziellen kulturellen Ort? Etwas, wo Ausstellungen, Konzerte, Geburtstage, Lesungen oder Familienfeste abgehalten werden? Oder haben wir bereits einen solchen Ort, der nur nicht optimal genutzt wird (Bürgertreff Langenbergheim?)?

Benötigt Hammersbach mehr ehrenamtliches Engagement? Und wenn ja, warum und wie sollte das aussehen?

Diese und noch viele andere Fragen werden im Zuge der Dorferneuerung erörtert und beantwortet. Zusammen MIT den Hammersbacher Bürgern werden Projekte entwickelt, die Hammersbach für UNS und Besucher zu einem besseren Ort machen. Dies ist ein Prozess, der sich noch in der Anfangsphase befindet.

Nichts geht von heute auf morgen!

Das Projekt der Dorfentwicklung ist für 10 Jahre angelegt. Die Entwicklung geht danach natürlich weiter. Wie heißt es so schön:

Rom ist auch nicht an einem Tag erbaut worden!

Damit die Ideen und daraus resultierenden Projekte überhaupt gedeihen können, ist Geduld gefragt. Jeder hat sicherlich schon mal die Erfahrung mit irgendwelche Ämtern und Behörden gemacht. Man weiß daher, dass die oft nicht die Schnellsten sind. Man stelle sich vor, in Hammersbach soll ein Kultur-/Jugendzentrum gebaut werden. Egal, wie dieses aussehen mag, dafür wird Geld benötigt. Nicht nur das. Es wird ein Architekt benötigt, dann Handwerksfirmen, die den Bau realisieren. Dazu muss es Ausschreibungen geben und die Geld gebenden Stellen müssen natürlich auch ihre Anträge bearbeiten, bevor sie die Kohle rausrücken. Selbst wenn wir also genau jetzt wüssten, was gebaut werden soll, bis es soweit ist, geht einige Zeit ins Land.

Hammersbacher, haltet durch und seid geduldig!

Es ist maßgeblich von UNS Bürgern abhängig, dass in unserem schönen Ort etwas Positives passiert.

Ohne UNSERE Beteiligung können wir die ganze Dorfentwicklung vergessen!

Ja, es ist mühselig, sich Samstags zu einem Workshop aufzuraffen, wo man doch schon die ganze Woche hart gearbeitet hat. Man möchte auch nicht unbedingt Freitag nachmittags direkt nach der Arbeit einen solchen Workshop abhalten. Glücklicherweise sind nicht jeden Tag die Bürger gefordert, denn aus zeitlichen Gründen ist dies gar nicht machbar. Doch ein bis zweimal im Monat sollte jeder Hammersbacher mal die Arschbacken zusammenkneifen und sich die Zeit nehmen. Schlussendlich geht es um eine Investition für die Zukunft, von der alle profitieren können.

Jetzt mag sich manch einer sagen, was hab ich damit zu tun? Mir alles egal! Doch wer wirklich etwas von Hammersbach hält (wozu wohnt man sonst hier?), der sollte sich dafür interessieren. Und man muss sich ja nicht für jeden Bereich engagieren. Dem Einen liegt das Kulturelle mehr, der Andere engagiert sich lieber im Ehrenamt und der Dritte geht voll im Markting auf. Hauptsache, der Ort wird aufgewertet, für uns, unsere Kinder und Enkelkinder fit gemacht und bringt zusätzlich durch zahlende Touristen noch nen Extraeuro ein. Die Möglichkeiten sind vielfältig. Auf jeden Fall lohnt es sich für Jedermann.

Deswegen mein Appell an alle Hammersbacher Bürger:

Engagiert euch mit! Besucht die Workshops, bringt EURE Ideen ein. Sagt, was ihr zu sagen habt!

Nicht alles wird umzusetzen sein, doch vieles. Gemeinsam können wir dafür sorgen, dass unser schöner Ort noch schöner wird. Dafür brauchen wir gar nicht so viele Schlipsträger. Mit dem richtigen Tatendrang kriegen wir das hin.

 
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Ostermarkt auf der Ronneburg – der Untergang des Ambientes

Wer braucht schon mittelalterliches Ambiente?

Wieder einmal wurde ich eines Eindrucks bestätigt, der sich mir schon letztes Jahr unaufgefordert aufdrängte: Die Ronneburg und ihre Mittelaltermärkte haben jeden Glanz und Schönheit verloren. Gestern besuchte ich mit zwei Freundinnen den Ostermarkt auf der Ronneburg. Das Wetter war wie dafür gemacht, frisch zwar, aber herrlicher Sonnenschein. Es brauchte nach der langen Winterzeit endlich wieder einen Grund, die eigene Gewandung auszuführen. Zugegeben, die Gewandung lässt sich nicht hundertprozentig einer bestimmten Epoche zuordnen. Ein einfaches Leinenunterkleid, kombiniert mit einem grün gefärbten Oberkleid und dazu ganz einfache Bundschuhe. Vielleicht die Gewandung einer Magd? So recht weiß ich es nicht, aber muss ich das auch?

Die Gewandungsnazis – ich erwähnte sie schon einmal

Ich erinnere mich, ich schrieb bereits letztes Jahr einen Blogartikel über die sogenannten Gewandungsnazis. Ohne jetzt weiter auf diesem Begriff rumzureiten, so stellten wir gestern erneut schockiert fest, welch übertriebene Bedeutung zum Teil der Bekleidung zugemessen wird. Das an sich ist noch gar nicht das Schlimme daran. Detailverliebtheit und Perfektion dürfen ruhig sein, wer so in seiner Rolle aufgeht, dem sei es gegönnt. Doch mit diesem Perfektionismus ist wohl auch jegliche Höflichkeit und Geselligkeit abhanden gekommen. Von billigen Plastikflaschen in den Händen eines Kelten spreche ich jetzt mal nicht. So genau wird es dann wohl doch nicht genommen.

Jedenfalls stellten wir erschrocken fest, das mitteilungsfreudige, gesellige Lagervolk scheint mehr und mehr auszusterben. Mag es oben beim Marktgeschehen noch Sinn machen, dass die Tausenden von Besucher nicht gegrüßt werden, so hätte man es im Lager schon erwarten können. Gab es dort zwar einige Attraktionen – vornehmlich für Kinder – war es im restlichen Teil des Lagers recht ruhig. Dort gingen zwar Besucher durch, aber nur die wenigstens schienen sich zu trauen, wirklich innezuhalten und sich die Zelte und das mittelalterliche „Equipment“ anzusehen. Bei einigen war es sicherlich eine Art Desinteresse, doch ich wage jetzt mal die These, dass viele sich einfach nicht trauten. Die ersten Barrieren waren doch schon die provisorischen Abgrenzungen rund um die Zelte herum. Sie sagten ganz deutlich aus: Bis hierhin und nicht weiter! Eintreten verboten! Ich verstehe es wirklich, wenn nicht jeder Proll Zugang zur Lagerstätte haben soll. Doch diese aus Seilen bestehenden Zäune trennten Besucher und Lagervolk so sichtbar, dass eine Kommunikation schon im Keim erstickt wurde. Da muss man als Besucher schon selbstbewusst genug sein und auf die Leute zugehen. Doch eigentlich müsste es genau umgekehrt sein. Es ist die Aufgabe der Mittelalterfreunde, auf die Besucher zuzugehen. Sie stellen schließlich etwas dar und nehmen an einer öffentlichen Veranstaltung teil. Sie bekommen zwar kein Geld dafür, doch wird auch niemand gezwungen, diese Leidenschaft auszuleben. Doch wenn schon an einer solch öffentlichen Veranstaltung teilgenommen wird und man Teil dieser ist, so sollte auch aktiv etwas geleistet werden. Und damit sind nicht die Marktstände und Musikdarbietungen auf der großen Bühne gemeint. Jeder, der mit seiner Kleidung und seinem Tun eine geschichtliche Epoche darstellen möchte, der hat auch etwas zu erzählen. Der hat die einmalige Gelegenheit, andere für diese Epoche zu begeistern. Der kann erzählen, warum ausgerechnet diese Kleidung oder dieses Werkzeug benutzt wird. Es können Bande geknüpft werden zwischen leidenschaftlichen Mittelalterliebhabern und dem Manager, der seine Familie auf den Markt begleitet.

Nach dem gestrigen Besuch auf der Ronneburg muss ich mich jedoch fragen, ob dieses „Bande knüpfen“ überhaupt gewollt ist. Je öfter ich die Ronneburg besuche – und die immer gleichen Gestalten dort sehe – so habe ich den Eindruck: Nein, das ist nicht (mehr) gewollt. Warum? Ich kann mir diese Frage nicht beantworten, das kann nur jemand, der aktiv in dieser Szene aktiv ist. Soll es etwa nur an den Leuten liegen, die sich in einem Lager mal daneben benommen haben? Es wird immer irgendwo Störenfriede geben, die einem das Bier wegsaufen und den Platz am Lagerfeuer klauen. Doch deswegen gleich Pfähle in den Boden rammen und das Territorium klar abgrenzen? Und wieso sind einige Lageristen eigentlich so versessen auf die richtige Gewandung, wenn sie selbst mit Plastikflaschen rumlaufen oder in nicht historisch korrekten Zelten lagern? Wo bitte ist denn die Gelassenheit hin? Die Kleidung von damals lässt sich nicht einmal zweifelsfrei belegen, warum also diese Verbissenheit? Mir scheint es, so manch einer könnte noch einen Humpen mehr Met vertragen, damit die Gelassenheit wieder zurückkommt.

Natürlich haben nicht alle diesen Stock im Hintern. Uns begegneten auch durchaus gesellig gesinnte Gewandete. Die haben mit uns aber auch nur deswegen gesprochen, weil wir das Frettchen meiner Freundin dabei hatten und das Lagervolk selbst Frettchenverliebt war. So gab es sofort ein Gesprächsthema. Da kamen sie sogar hinter ihrem Zaun hervor. Es geht ja doch! Aber nicht jeder hat ein Frettchen dabei….Es war sowieso erstaunlich, wir wirkten mit „Loki“ – dem Frettchen – wie ein Magnet. Ständig waren Leute um uns herum, Nichtgewandete, die ganz interessiert am Frettchen waren. Und wir haben uns die Zeit für sie genommen. Denn WIR wollten nicht den Eindruck erwecken, als wollten wir nur für uns sein.

Dass irgendwie nichts mehr so ist, wie es einst war, hörten wir auch immer mal hier und da. Wir unterhielten uns mit ein paar „Normalos“, die unseren Eindruck teilten. Aufgeschnappte Gesprächsfetzen schienen unsere Empfindung jedenfalls zu untermauern.

Was ist also passiert auf der Ronneburg? Vom Besucheransturm und Kommerz mal abgesehen, was bewegt das edle Volk dazu, nicht mehr so gemütlich wie früher zu sein? Wieso kocht denn da jeder nur noch sein eigenes Süppchen? Mir macht es keinen Spaß mehr, einen Mittelaltermarkt auf der Ronneburg zu besuchen. Ich beobachte das jetzt seit Jahren und es wird immer schlimmer. Nun endlich ist es soweit, dass ich überhaupt keine Lust mehr auf die Ronneburg habe. Da gehe ich zukünftig nur noch hin, wenn ich mal wieder die Falknerei besuchen möchte. Schade, denn die Ronneburg ist eine fantastische Location für solche Veranstaltungen und dennoch vollkommen reizlos geworden. Ich fahre jetzt lieber doch wieder ein Stück, um andere Mittelaltermärkte zu besuchen. Bei einigen ist es natürlich ähnlich, ganz besonders der Besucheransturm. Aber es gibt eben doch noch Märkte, wo man sich willkommen fühlt, als gewandete und „normale“ Person. Auf der Ronneburg hat man dieses Gefühl nicht, leider.

 
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Der Frühling ist da – die ersten Kräuter sprießen

Wildkräuter dürfen in keiner Küche fehlen. Sie eignen sich zum Würzen von Speisen, zur Zubereitung von Getränken und haben meist auch eine heilende Wirkung. Leider kennen die wenigsten Menschen genießbare Wildkräuter und ihre Bedeutungen. Für viele Mitmenschen sind sie lediglich Unkraut, wie zum Beispiel die Brennessel. Dass die Brennessel eine hervorragend Heilpflanze ist und sich auch als Salat gut macht, ist kaum noch bekannt.

Da ich mich sehr für Kräuter interessiere, habe ich mir letztes Jahr den Ratgeber Essbare Wildpflanzen: 200 Arten bestimmen und verwenden gekauft. Dieses Werk von Steffen Guido Fleischhauer, Jürgen Guthmann und Roland Spiegelberger ist inzwischen zu einer unerlässlichen Lektüre geworden. Ohne Literaturhinweise, Pflanzenhinweise und Glossar bietet es 239 Seiten Informationen über essbare Wildpflanzen. Insgesammt befassen sich die Autoren mit 200 Arten, die mit Bild und Text erklärt werden.

Essbare Wildpflanzen – aus dem Inhaltsverzeichnis

Wie ausführlich der Ratgeber Essbare Wildpflanzen: 200 Arten bestimmen und verwenden ist, zeigt das Inhaltsverzeichnis. Von Seite 8 bis Seite 204 werden nur Pflanzenportraits vorgestellt. Ab 204 bis Seite 215 gibt es wichtige Hinweise zur Verwechslungsgefahr mit anderen Pflanzen. Dieser Teil ist farblich an den Rändern hervorgehoben und deshalb auch bei geschlossenem Buch zu erkennen. Mit nur einem Griff gelangt man zu den Giftpflanzen. Von Seite 215 bis Seite 232 folgt eine Tabelle mit den Erntezeiten der essbaren Wildpflanzen. Blüten, Blätter, Wurzeln, Samen bzw. Früchte werden farblich unterschieden. Mit einem Blick ist ersichtlich, ob von der Brennessel oder der Kamille aktuell Wurzeln oder andere Pflanzenteile gesammelt werden können. Ab Seite 232 werden wichtige Pflanzeninhaltsstoffe erklärt, danach folgen die üblichen Literaturhinweise und Konsorten.

Ausführliche Illustrationen und nützliche Hinweise

Was mir an dem Ratgeber Essbare Wildpflanzen: 200 Arten bestimmen und verwenden besonders gefällt, ist die Ausführlichkeit, mit der auf die Wildkräuter eingegangen wird. Unter dem Namen des entsprechenden Krauts steht der lateinische Name, danach die Gattung. Danach folgen Bilder mit Symbolen, welche Teile der Pflanze verwendet werden können. Des Weiteren wird in einem Farbbalken hervorgehoben, wie lange die Lebensdauer ist, wie hoch die Pflanze wird, ob es sich um einen Baum oder einen Strauch handelt, wann der Hauptblütezeitraum ist und welche Farbe die Blüte hat.

In diesem Zusammenhang sollte noch erwähnt werden, dass die Kräuter auch nach Blattformen sortiert werden. So können sie leichter ermittelt werden. Pflanzen mit Blättern in Herzform (z.B. Wald-Sauerklee) finden sich auf den Seiten 38-40. Wer also vor einer unbekannten Pflanze steht, sucht anhand der Blattform nach der entsprechenden Pflanze. Das erfordert ein wenig Übung, lohnt sich aber auf jeden Fall.

Anschließend folgen Informationen zur Verwendung in der Küche, wobei auf die einzelnen Pflanzenbestandteile separat eingegangen wird. So steht zum Beispiel beim Spitz-Wegerich unter dem Punkt “Blätter”: “Der Spitz-Wegerich hat von April bis Juni aromatische Blätter. Man sollte die zarteren Blätter der Rosettenmitte ernten.” (Fleischhauer, Steffen Guido/Guthmann, Jürgen/Spiegelberger, Roland: Essbare Wildpflanzen: 200 Arten bestimmen und verwenden, München,9. Auflage, 2011, Seite 11). Danach wird auf den Geschmack des Krautes eingegangen und auf die Inhaltsstoffe. Zum Schluss folgt eine ausführliche Information zu der Heilwirkung. Eine Abbildung des Wildkrautes sowie eine Illustration mit ausführlicher Erklärung zu den einzelnen Pflanzenteilen runden das Pflanzenportrait ab.

Für mich ist der Ratgeber jeden Cent wert. Nachdem nun endlich das Wetter wieder mitspielt, habe ich das Buch wieder aus dem Bücherregal geholt. Demnächst steht ein ausführlicher Waldspaziergang an, um die ersten Kräuter diesen Jahres zu sammeln. Natürlich können besonders Wurzeln auch im Winter gesammelt werden. Jedoch war ich erstens im Winter viel zu faul dazu und zweitens kenne ich mich noch nicht genug mit den Wildkräutern aus, um sie auch im Winter zu erkennen. Zumal ich behaupte, dass das fast gar nicht sicher möglich ist, da ja auch oft die Blätter verwelkt sind. Man sollte vorab wohl besser den Standort der Wildkräuter kennen.

Wer sich nun auch ins Kräutergetümmel werfen möchte und sich von unseren heimischen Kräutern überraschen lassen möchte, der kann gleich hier das Buch bestellen:

Viel Spaß beim Kräuter sammeln!

 
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